Wer im deutschen Winter nach Mauritius reist, darf im Dezember mit tropischer Wärme, warmem Meer und viel Sonne rechnen, sollte aber auch kurze, kräftige Regenschauer einplanen. Ich ordne die Temperaturen, regionalen Unterschiede, Regenwahrscheinlichkeit und die praktische Reiseplanung für Strandurlaub, Roadtrip und Outdoor-Tage ein.
Das Dezemberwetter auf Mauritius lässt sich gut planen
- Temperaturen: Tagsüber meist 28 bis 31 °C, nachts etwa 20 bis 22 °C.
- Regen: Die feuchtwarme Sommersaison beginnt; Schauer sind oft kurz, aber lokal sehr kräftig.
- Sonne: An den Küsten sind durchschnittlich etwa 7 bis 8 Sonnenstunden pro Tag möglich.
- Regionen: Die West- und Nordküste sind meist trockener als Ostküste und Hochland.
- Meer: Mit ungefähr 27 bis 29 °C ist das Wasser ausgesprochen angenehm zum Baden.
- Planung: Ausflüge am besten vormittags starten und die aktuelle Wetter- und Zyklonlage prüfen.
Welche Temperaturen und Niederschläge im Dezember typisch sind
Der Dezember gehört auf Mauritius zum warmen, feuchten Sommer. An der Küste liegen die durchschnittlichen Tageshöchstwerte je nach Region ungefähr zwischen 29 und 31 °C. Nachts kühlt es meist nur auf 20 bis 22 °C ab, in windgeschützten Städten oder bei schwüler Wetterlage fühlt sich die Luft oft noch wärmer an.
Die offiziellen Klimareihen zeigen für Dezember regional deutliche Unterschiede. An der Westküste werden im langjährigen Mittel etwa 30 °C am Tag und 21,6 °C in der Nacht erreicht. Im Norden sind es rund 30,7 °C und 20,9 °C, im Süden 29,2 °C und 21,9 °C. Das kühlere Hochland um Vacoas bleibt mit durchschnittlich 27,1 °C am Tag spürbar angenehmer.
| Region | Tagestemperatur | Nachttemperatur | Niederschlag im Dezember | Sonnenstunden pro Tag |
|---|---|---|---|---|
| Westküste | ca. 30,0 °C | ca. 21,6 °C | ca. 116 mm | ca. 8,0 |
| Nordküste | ca. 30,7 °C | ca. 20,9 °C | ca. 128 mm | ca. 8,0 |
| Ostküste | ca. 28,2 °C | ca. 21,0 °C | ca. 202 mm | ca. 7,0 |
| Süden | ca. 29,2 °C | ca. 21,9 °C | ca. 172 mm | ca. 8,4 |
| Hochland | ca. 27,1 °C | ca. 19,4 °C | ca. 197 mm | ca. 7,2 |
Auf der gesamten Insel liegt das langjährige Dezembermittel beim Regen ungefähr bei 164 bis 200 Millimetern, abhängig von Messstation und Bezugszeitraum. Das klingt zunächst nach einem komplett verregneten Monat, führt in der Praxis aber oft in die Irre: Ein großer Teil fällt in kurzen Gewitterschauern, während dazwischen wieder Sonne herauskommt.
Für einen Badeurlaub ist das Wasser mit ungefähr 27 bis 29 °C ideal. Wer empfindlich auf hohe Luftfeuchtigkeit reagiert, sollte die Mittagshitze trotzdem ernst nehmen. Schatten, Trinkwasser und eine Pause zwischen 12 und 15 Uhr machen bei Wanderungen einen größeren Unterschied als ein paar Grad auf dem Thermometer.

Warum sich das Wetter je nach Küste stark verändert
Mauritius ist klein, aber klimatisch nicht überall gleich. Das bergige Inselinnere bremst feuchte Luftmassen ab. Dadurch bekommt die Ostseite häufig mehr Wolken und Regen, während die Westküste im Regenschatten liegt und oft sonniger bleibt. Für die Wahl der Unterkunft ist dieser Unterschied im Dezember durchaus relevant.
Westen und Norden für möglichst viele Strandtage
Die Westküste rund um Flic en Flac, Le Morne und Tamarin gilt im Dezember als vergleichsweise trocken. Auch der Norden um Grand Baie, Trou aux Biches und Mont Choisy bietet häufig sonnige, warme Bedingungen. Regenschauer sind dort keineswegs ausgeschlossen, ziehen aber oft schneller weiter als an der Ostküste.
Ich würde diese Regionen Reisenden empfehlen, die vor allem baden, schnorcheln und spontan mit dem Mietwagen losfahren möchten. Die Westküste ist zudem am Abend oft windgeschützter, was beim Essen im Freien oder beim Camping angenehm auffällt.
Osten und Süden mit mehr Naturwetter
Die Ostküste um Belle Mare, Trou d’Eau Douce und Mahébourg ist stärker dem Passatwind ausgesetzt. Sie wirkt dadurch frischer, kann im Dezember aber auch mehr Wolken und kräftigere Schauer abbekommen. Dafür sind die Landschaften besonders grün und die Lagunen bei ruhigem Wetter beeindruckend.
Im Süden wechseln offene Küstenabschnitte, Klippen und feuchte Naturgebiete schnell miteinander. Für Wanderungen und Fototouren ist das reizvoll, für einen strikt durchgetakteten Strandurlaub aber etwas weniger berechenbar. Nach starken Regenfällen können Wege rutschig sein und einzelne Ausflugsziele vorübergehend schwieriger erreichbar werden.
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Das Hochland nicht unterschätzen
Im Inselinneren, etwa bei Curepipe, Black River Gorges oder Vacoas, ist es meist kühler und wolkiger als an der Küste. Nebel und Regen können dort selbst dann auftreten, wenn am Strand die Sonne scheint. Für eine Rundfahrt plane ich deshalb immer eine leichte Jacke ein und verschiebe längere Wanderungen notfalls auf den Vormittag.
Ist Mauritius im Dezember eine gute Reisezeit
Meine kurze Einschätzung lautet: Ja, wenn tropische Wärme und flexible Planung zusammenpassen. Der Dezember ist nicht der trockenste Reisemonat, bietet aber hervorragende Bedingungen zum Baden, für Wassersport und für üppig grüne Landschaften.
- Vorteile: sehr warmes Meer, lange helle Tage, tropische Vegetation und gute Bedingungen für Strandurlaub.
- Nachteile: hohe Luftfeuchtigkeit, kurze Starkregenschauer und mehr Gewitter als in den trockeneren Monaten.
- Zusätzlicher Faktor: Von November bis April herrscht auf Mauritius die warme Sommersaison, in der auch tropische Störungen und Zyklone möglich sind.
Die Zyklonsaison bedeutet nicht, dass im Dezember automatisch ein Sturm aufzieht. Sie ist aber ein guter Grund, nicht jeden Ausflug ohne Puffer zu buchen. Bei einer Pauschalreise ist das meist problemlos. Wer mit Mietwagen, Zelt oder Camper unterwegs ist, sollte dagegen kurzfristige Änderungen einkalkulieren und Warnungen des örtlichen Wetterdienstes beachten.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer normalen tropischen Dusche und einer Wetterlage mit Starkregen, Gewitter oder hoher Brandung. Bei offiziellen Warnungen würde ich weder abgelegene Küstenstraßen noch Schluchten, Wasserfälle oder Bootstouren erzwingen.
So plane ich Roadtrips und Outdoor-Tage im Dezember
Die beste Tagesstrategie ist simpel: früh losfahren, mittags flexibel bleiben. Vormittags sind Straßen, Aussichtspunkte und Wanderwege oft trockener. Am Nachmittag bilden sich durch die starke Erwärmung häufiger Quellwolken und Gewitter, besonders im Hochland.
- Wetter am Vorabend und am Morgen prüfen. Eine allgemeine Monatsprognose ersetzt keine regionale Tagesvorhersage.
- Aktivitäten nach Regionen bündeln. Bei Regen im Osten kann der Westen gleichzeitig sonnig sein. Die Insel lässt sich mit dem Auto gut als Ausweichplan nutzen.
- Eine Indoor-Alternative einplanen. Museen, Rumdestillerien, Märkte oder Restaurants retten einen Tag, an dem der Strand wegen Gewitter keine gute Idee ist.
- Bei Gewitter Abstand zu exponierten Stellen halten. Klippen, Aussichtspunkte, offene Strände und Wasserfälle sind dann keine passenden Aufenthaltsorte.
- Fahrzeiten großzügig kalkulieren. Starker Regen kann die Sicht deutlich verschlechtern und einzelne Straßen kurzfristig überfluten.
Für Camping und Caravaning würde ich auf einen Stellplatz mit zuverlässiger Entwässerung und befestigtem Untergrund achten. Ein trockener Abend kann nach wenigen Stunden Starkregen vorbei sein, während Zelt, Markise und Auffahrt noch lange feucht bleiben. Kleine Drybags für Elektronik und Dokumente sind auf solchen Reisen erstaunlich nützlich.
Was im Gepäck für die feuchtwarme Jahreszeit wirklich hilft
Schwere Kleidung bleibt zu Hause. Sinnvoller sind leichte, schnell trocknende Shirts, eine dünne Regenjacke und Sandalen mit gutem Halt. Für Wanderungen nehme ich zusätzlich feste Schuhe mit, weil Naturpfade nach Schauern rutschig werden können.
- UV-Schutz: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenhut und Sonnenbrille.
- Regenschutz: kompakte Regenjacke, wasserdichter Beutel und eine Hülle für Rucksack oder Kamera.
- Hitze: wiederverwendbare Trinkflasche und leichte Kleidung, die Luft an den Körper lässt.
- Outdoor: rutschfeste Schuhe, kleines Erste-Hilfe-Set und eine Stirnlampe für spätere Rückfahrten.
- Insekten: wirksames Repellent, besonders für Dämmerung und feuchte Gebiete.
Ein häufiger Fehler ist, den Dezember wie einen reinen Strandmonat zu behandeln. Wer nur Badehose und Flip-Flops einpackt, ist bei einer Wanderung im Hochland oder einem kräftigen Regenguss schnell schlecht vorbereitet. Ich plane lieber mit wenig Gepäck, aber mit einer echten Wetterschicht und einem trockenen Ersatzset.
Mein klares Fazit für Mauritius im Dezember
Das Wetter auf Mauritius im Dezember ist warm, badefreundlich und oft sonnig, zugleich aber deutlich feuchter und wechselhafter als in der trockenen Winterzeit. Für Strandurlauber sind die West- und Nordküste meist die verlässlichere Wahl, während Osten, Süden und Hochland mit mehr Wolken, Regen und eindrucksvoll grüner Landschaft punkten.
Wer seine Tage nicht minutiös durchplant, morgens startet und regionale Ausweichmöglichkeiten einbaut, bekommt im Dezember sehr wahrscheinlich eine gelungene Mischung aus Meer, Roadtrip und tropischer Natur. Vor der Abreise und während des Aufenthalts würde ich nur noch die aktuelle Wetter- und Sturmwarnlage prüfen, denn sie entscheidet über einzelne Tage, nicht das Monatsmittel.