Kanaren-Inseln entdecken - welche passt zu Ihrem Urlaub?

Sven Westphal .

21. September 2026

Zwei Seiten der kanarischen Inseln: eine sonnige Bucht mit Strand und Palmen, daneben eine vulkanische Landschaft in Orange- und Schwarztönen.

Wer auf die Kanarischen Inseln reisen möchte, steht schnell vor einer schwierigen Wahl: Strandurlaub auf Fuerteventura, Vulkanlandschaft auf Lanzarote, Hochgebirge auf Teneriffa oder Wandern durch Lorbeerwälder auf La Gomera? Ich zeige, welche Insel zu welchem Reisetyp passt, wann sich die Reise lohnt und worauf Sie bei Anreise, Mietwagen, Camping und Outdoor-Aktivitäten achten sollten.

Die wichtigsten Entscheidungen für Ihre Reise auf die Kanaren

  • Fuerteventura und Lanzarote eignen sich besonders für Strände, Wind- und Wassersport.
  • Teneriffa bietet die größte landschaftliche Vielfalt, während La Gomera und La Palma beim Wandern punkten.
  • Das Klima ist ganzjährig mild, aber Höhenlagen können deutlich kühler und windiger sein.
  • Zwischen den Inseln verkehren Fähren und Regionalflugzeuge. Für mehrere Inseln sollten Sie mindestens 10 bis 14 Tage einplanen.
  • Mit dem Wohnmobil ist die Anreise per Fähre möglich, allerdings kostet die Überfahrt vom spanischen Festland schnell über 1.500 Euro.

Welche Insel passt zu welchem Urlaub?

Die acht bewohnten Inseln des Archipels unterscheiden sich stärker, als es Prospekte vermuten lassen. Ich würde deshalb nicht zuerst nach dem günstigsten Flug suchen, sondern nach dem Urlaub, den Sie tatsächlich verbringen möchten. Eine einzige Insel kann die gesamte Reise prägen, besonders wenn Sie mit dem Camper unterwegs sind.

Insel Besonders geeignet für Mein Eindruck
Teneriffa Berge, Strände, Städte, Nationalpark Die vielseitigste Wahl, aber in beliebten Regionen auch am stärksten besucht
Gran Canaria Strand, Wandern, Kultur und Roadtrips Überraschend abwechslungsreich mit trockenen Küsten und grünen Bergregionen
Lanzarote Vulkanlandschaften, Architektur, Surfen Sehr eigenständig und landschaftlich konsequent
Fuerteventura Weite Strände, Wind- und Kitesurfen Ideal für Ruhe und Meer, weniger passend für dichte Wälder oder große Städte
La Palma Wandern, Sterne, Natur Eine starke Empfehlung für aktive Reisende und lange Touren
La Gomera Wandern, Schluchten, Lorbeerwald Klein, kurvenreich und landschaftlich intensiv
El Hierro Ruhe, Tauchen, nachhaltiges Reisen Die richtige Insel für alle, die Abstand vom klassischen Massentourismus suchen
La Graciosa Ruhe, Radfahren, einfache Strände Ein entschleunigter Abstecher, aber kein Ziel für umfangreiche Rundreisen

Für die erste Reise halte ich Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote für die unkompliziertesten Einstiege. Wer schon weiß, dass Wanderschuhe wichtiger sind als Liegestühle, findet auf La Palma oder La Gomera oft das passendere Erlebnis.

Klima und beste Reisezeit für Strand und Berge

Die Kanaren gelten nicht ohne Grund als Reiseziel mit ewigem Frühling. An den Küsten liegen die Temperaturen meist in einem angenehmen Bereich, und selbst im Winter bleibt es häufig mild. Das Meer ist allerdings nicht tropisch warm: Je nach Jahreszeit bewegt sich die Wassertemperatur ungefähr zwischen 18 und 23 Grad.

Die Unterschiede innerhalb einer Insel sind entscheidend. Während es an der Küste sonnig und warm sein kann, ziehen in höheren Lagen Wolken auf, und am Teide kann es im Winter sogar schneien. Für eine Wanderung in 2.000 Metern Höhe packe ich deshalb immer eine warme Schicht und eine winddichte Jacke ein, auch wenn am Strand Badewetter herrscht.

Reisezeit Vorteile Worauf Sie achten sollten
November bis März Angenehm für Wandern und Wintersonne Beliebte Zeit für Langzeiturlauber, Unterkünfte früh buchen
April bis Juni Gute Mischung aus Wärme, Ruhe und Outdoor-Wetter In höheren Lagen wechselhaft
Juli bis September Lange Tage, warme Strände, gute Bedingungen für Wassersport Mehr Wind, Hitze in geschützten Regionen und höhere Nachfrage
Oktober Oft warmes Meer und weniger Trubel Gelegentliche Wetterumschwünge möglich

Für Wanderreisen bevorzuge ich Frühling und Herbst. Im Hochsommer kann die Sonne auf vulkanischem Untergrund sehr belastend werden, während der Winter an der Küste hervorragend, im Gebirge aber deutlich rauer ausfallen kann.

Vier Ansichten der Kanarischen Inseln: Palmen am Weg, Felsen mit lila Blüten, Höhleneingang, terrassierte Berghänge.

Die besten Reiseziele für Natur, Strand und Roadtrips

Teneriffa für maximale Abwechslung

Teneriffa verbindet den Nationalpark Teide, schwarze Lavastrände, grüne Bergregionen und lebendige Städte. Der Teide ist mit 3.715 Metern der höchste Berg Spaniens und macht die Insel zu einem starken Ziel für alle, die am selben Tag Küste und Hochgebirge erleben möchten.

Die Zufahrt und der Gipfelbereich sind kein spontaner Spaziergang. Für den letzten Abschnitt zum Pico del Teide benötigen Sie ein kostenloses Zugangsticket mit reserviertem Zeitfenster. Wer mit der Seilbahn fährt oder eine anspruchsvollere Wanderung plant, sollte die Genehmigungen weit im Voraus prüfen.

Lanzarote für Vulkane und klare Gestaltung

Lanzarote wirkt wie eine natürliche Filmkulisse. Im Timanfaya-Nationalpark, rund um La Geria und an der Westküste sehen Sie, wie stark vulkanische Aktivität die Insel geprägt hat. Die von César Manrique beeinflusste Architektur fügt sich an vielen Stellen ungewöhnlich gut in diese karge Landschaft ein.

Ich würde Lanzarote besonders Reisenden empfehlen, die kurze Fahrten mit vielen markanten Stopps mögen. Für lange Waldwanderungen ist die Insel weniger geeignet, für Fotografie, Geologie, Surfen und entspannte Roadtrip-Tage dafür umso mehr.

Fuerteventura für Weite und Wassersport

Fuerteventura ist die erste Wahl für lange Sandstrände, Dünen und beständigen Wind. Corralejo, die Halbinsel Jandía und die Küsten rund um El Cotillo sprechen unterschiedliche Urlaubstypen an, von Familien bis zu Kitesurfern.

Die Insel ist trockener und offener als viele Nachbarn. Das bedeutet: wenig Schatten und oft kräftiger Wind. Wer mit Kindern reist oder lange am Strand bleibt, sollte Sonnenschutz, Wasser und eine windgeschützte Unterkunft nicht als Nebensache behandeln.

La Palma und La Gomera für Wanderer

La Palma punktet mit tiefen Schluchten, Vulkanwegen, Kiefernwäldern und einem außergewöhnlich klaren Nachthimmel. La Gomera ist kompakter, aber durch ihre kurvenreichen Straßen und den Nationalpark Garajonay keineswegs weniger intensiv. Beide Inseln verlangen etwas mehr Zeit und Kondition als ein klassischer Badeurlaub.

Auf markierten Wegen wechseln Landschaft und Höhenmeter oft schnell. Eine Route, die auf der Karte kurz aussieht, kann durch Steigungen, Hitze oder schmale Pfade deutlich länger dauern. Ich plane deshalb lieber eine Wanderung weniger, dafür mit ausreichend Zeit für Pausen, Wetterwechsel und den Rückweg.

Anreise und Inselhopping sinnvoll planen

Von Deutschland aus ist das Flugzeug in der Regel die schnellste Anreise. Auf den Inseln gibt es mehrere Flughäfen, und Regionalflüge verbinden die wichtigsten Ziele meist in weniger als einer Stunde. Für kurze Urlaube ist das praktisch, bei viel Gepäck oder einem Fahrrad kann die Fähre jedoch die angenehmere Lösung sein.

Zwischen den Inseln verkehren unter anderem Fred. Olsen Express und Naviera Armas. Die Überfahrt ist besonders mit Fahrzeug interessant, aber die Fahrzeiten und Preise unterscheiden sich stark nach Strecke, Saison und Fahrzeuggröße. Fährverbindungen sollten Sie nicht erst vor Ort buchen, wenn Sie an feste Reisetage gebunden sind.

Reiseform Stärken Schwächen
Regionalflug Schnell, viele tägliche Verbindungen Zusatzkosten für Gepäck und Mietwagenwechsel
Fähre ohne Fahrzeug Oft entspannt und mit großzügiger Gepäckregelung Längere Fahrzeit, wetterabhängige Bedingungen
Fähre mit Camper Eigenes Fahrzeug bleibt erhalten Hohe Kosten und genaue Angaben zu Länge und Höhe nötig

Für sieben bis zehn Tage würde ich meist eine Insel wählen. Bei zwei Wochen sind zwei Inseln realistisch, während drei oder mehr Ziele schnell in Packen, Fahren und Warten ausarten. Gerade bei einem Roadtrip ist weniger Wechsel oft die bessere Reise.

Mit Wohnmobil oder Camper auf den Kanaren

Die Anreise mit dem eigenen Camper ist möglich, aber logistisch etwas anderes als ein gewöhnlicher Spanien-Roadtrip. Fähren vom spanischen Festland fahren unter anderem ab Huelva. Als grobe Orientierung nennt Fred. Olsen für eine Hin- und Rückfahrt mit zwei nicht ansässigen Erwachsenen und einem großen Fahrzeug einen Einstiegspreis von etwa 1.620 Euro. Der tatsächliche Betrag hängt von Termin, Kabine, Fahrzeugmaßen und Auslastung ab.

Beim Buchen müssen Sie Länge, Höhe, Fahrzeugtyp und gegebenenfalls Anhänger korrekt angeben. Für die Einschiffung sollten Reisende mit Fahrzeug je nach Vorgabe ein bis drei Stunden vor Abfahrt am Hafen sein. Verspätetes Erscheinen kann bedeuten, dass die Mitnahme nicht mehr möglich ist.

Freistehen ist nicht automatisch erlaubt

Ein abgestelltes Fahrzeug ist rechtlich nicht dasselbe wie Camping. Markise, Tisch, Stühle oder ausgefahrene Stützen können aus dem Parken einen Campingvorgang machen. Die Regeln unterscheiden sich nach Insel, Gemeinde und Schutzgebiet, deshalb würde ich Übernachtungen auf ausgewiesene Campingplätze oder ausdrücklich erlaubte Stellflächen konzentrieren.

Besonders in Nationalparks, an Stränden und in Naturschutzgebieten gelten strengere Vorgaben. Wasser ist auf den Inseln eine knappe Ressource, und Abwasser gehört ausschließlich in dafür vorgesehene Entsorgungsstellen. Wer sich rücksichtsvoll verhält, reduziert nicht nur mögliche Bußgelder, sondern hilft dabei, dass Campingangebote langfristig erhalten bleiben.

Lesen Sie auch: Znojmo entdecken - Altstadt, Wein und Camping im Thayatal

Der passende Fahrzeugtyp

Ein kleiner Campervan ist auf engen Bergstraßen meist angenehmer als ein sieben Meter langes Wohnmobil. Auf La Gomera, La Palma und in Teilen Teneriffas gibt es zahlreiche kurvige Strecken, enge Ortsdurchfahrten und begrenzte Parkmöglichkeiten. Für eine Inselkombination würde ich deshalb Kompaktheit höher bewerten als maximalen Wohnraum.

  • Vor der Buchung die exakten Fahrzeugmaße inklusive Dachaufbauten prüfen.
  • Auf Bergstrecken Kraftstoffreserven und Bremsen im Blick behalten.
  • Wasser sparsam nutzen und Entsorgungsstationen vor längeren Etappen einplanen.
  • Navigation nicht blind vertrauen, da manche Nebenstraßen für große Fahrzeuge ungeeignet sind.

Was Budget und Planung realistisch machen

Die größten Kosten entstehen meist durch Flug oder Fähre, Unterkunft beziehungsweise Stellplatz, Mietwagen und Restaurantbesuche. Für einen einwöchigen Aufenthalt zu zweit sollten Sie neben der Anreise grob mit 70 bis 150 Euro pro Tag rechnen, wenn Sie eine einfache Unterkunft, Mietwagen, Verpflegung und einige Aktivitäten kombinieren. In Ferienzeiten und bei kurzfristiger Buchung kann das deutlich höher liegen.

Ein Camper spart nicht automatisch Geld. Fähre, Kraftstoff, Stellplätze, Restaurantbesuche und die längere Anreise summieren sich. Der Vorteil liegt eher in der Flexibilität und dem Naturerlebnis. Wer nur sieben Tage Zeit hat, fährt mit Flug und Mietwagen oft günstiger und entspannter.

Für die Vorbereitung reichen wenige, aber wichtige Schritte. Zuerst wählen Sie eine Insel passend zum Reiseprofil, danach prüfen Sie Flug- oder Fährverbindungen und buchen stark nachgefragte Aktivitäten. Wanderwege, Nationalparks und der Teide können Zugangsbeschränkungen haben. Außerdem lohnt es sich, für die ersten Nächte eine feste Unterkunft oder einen bestätigten Stellplatz zu reservieren.

  • Strand und Wind: Fuerteventura.
  • Vulkane und kurze Roadtrip-Etappen: Lanzarote.
  • Eine möglichst vielseitige Woche: Teneriffa oder Gran Canaria.
  • Wandern und Natur: La Palma oder La Gomera.
  • Ruhe und langsames Reisen: El Hierro oder La Graciosa.

Die beste Insel ist die, die zum eigenen Reisetempo passt

Die Kanaren funktionieren sowohl als klassischer Badeurlaub als auch als anspruchsvolle Outdoor-Reise. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Inseln abzuhaken, sondern die richtige Mischung aus Landschaft, Fahrzeit und Aktivitäten zu wählen. Eine gut geplante Insel mit ausreichend Luft hinterlässt meist bessere Erinnerungen als ein hektisches Inselhopping.

Für meine Planung steht deshalb zuerst die Frage im Mittelpunkt, ob ich morgens wandern, surfen, fotografieren oder einfach am Meer bleiben möchte. Wer diese Entscheidung ehrlich beantwortet, findet schnell das passende Ziel und kann die Reise so organisieren, dass unterwegs noch Raum für spontane Abstecher bleibt.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Fuerteventura ist besonders für lange Sandstrände, Dünen sowie Wind- und Kitesurfen geeignet. Lanzarote bietet ebenfalls gute Bedingungen für Surfer, verbindet den Wassersport aber stärker mit Vulkanlandschaften und kurzen Roadtrip-Etappen.
Für Wanderreisen eignen sich Frühling und Herbst besonders gut, weil Wärme und Outdoor-Bedingungen meist ausgewogen sind. Im Winter ist es an den Küsten mild, in höheren Lagen kann es jedoch deutlich kälter, windiger und am Teide sogar verschneit sein.
Für eine Hin- und Rückfahrt vom spanischen Festland nennt Fred. Olsen als grobe Orientierung etwa 1.620 Euro für zwei nicht ansässige Erwachsene und ein großes Fahrzeug. Der tatsächliche Preis hängt unter anderem von Termin, Kabine, Fahrzeugmaßen und Auslastung ab.
Nein. Freistehen ist nicht automatisch erlaubt, und Markise, Tisch, Stühle oder ausgefahrene Stützen können aus dem Parken einen Campingvorgang machen. Nutzen Sie bevorzugt ausgewiesene Campingplätze oder ausdrücklich erlaubte Stellflächen, besonders in Nationalparks, an Stränden und in Naturschutzgebieten.
Artikel bewerten

Durchschnitt: 0.0 / 5 · 0 Bewertungen

Tags

kanaren inselhopping camping wandern vulkane
Autor Sven Westphal
Sven Westphal
Ich bin Sven Westphal und seit 7 Jahren mit großer Leidenschaft im Thema Roadtrips, Camping und Outdoor-Abenteuer unterwegs. Diese Begeisterung für das Draußensein und die Freiheit auf vier Rädern möchte ich auf siemon-caravan.de mit euch teilen. Hier versuche ich, meine Erfahrungen so aufzubereiten, dass sie euch bei euren eigenen Touren inspirieren und weiterhelfen. Ich lege Wert darauf, dass die Informationen, die ich liefere, praxisnah, verständlich und stets aktuell sind, damit ihr eure Abenteuer unbeschwert genießen könnt.
Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen